DNV+Safe+Behaviour+Approach

Zur Reduktion von Risiken, Schadensereignissen, Arbeitsunfällen und Gesundheitsschäden ist bereits viel in die Optimierung von Technik und Organisation investiert worden.

Ziel

Ohne das erforderliche Verhalten von Führungskräften und Mitarbeitern können solche Anstrengungen jedoch leicht ihre Wirksamkeit verlieren: Es ist also notwendig, den menschlichen Faktor sorgfältig zu berücksichtigen.

Vorteile

Der Erfolg Ihres Unternehmens basiert auf den Leistungen Ihrer Führungskräfte und Mitarbeiter. Aus diesem Grund sind auch verhaltensorientierte Maßnahmen zur Förderung von Sicherheit und Gesundheit unerlässlich. Die besondere Leistung von DNV für Sie ist, verhaltensorientierte Konzepte und Methoden einzusetzen, die kompatibel mit eingesetzten Management- und Ratingsystemen sind. Somit wird das Bemühen zur Förderung von Sicherheit und Gesundheit in Ihrem Unternehmen als koordiniert und systematisch erlebt. Das Ergebnis sind Mitarbeiter und Führungskräfte, deren Kompetenzen gewachsen sind und die zum richtigen Verhalten motiviert sind. Wenn dieser "Motor" Ihrer Unternehmensleistung läuft, dann zeigen sich auch positive Effekte auf Qualität und Produktivität.

Unser Ansatz

DNV Energy analysiert ein Arbeitssystem als sozio-technisches System: Der Mensch ist stets beteiligt. Nicht nur bei personalintensiver Produktionsorganisation, auch in hoch automatisierten Anlagen sind die Schnittstellen zwischen Mensch, Technik und Organisation von besonderer Bedeutung. Gewichtige Gründe, die die Bedeutung des menschlichen Faktors untermauern, sind:

  • Unfallursachen:
    Der menschliche Faktor ist die Ursachenquelle für ca. 80 % der schweren Arbeitsunfälle in Deutschland. Diese Größenordnung des menschlichen Verhaltens als wesentliche Ereignisursache findet sich in verschiedenen Studien und Untersuchungsfeldern (z.B. Luftfahrt).

  • Organisationsänderungen:
    Durch die Vergrößerung von Leitungsspannen und die Verbreitung von Teamarbeit gewinnen sowohl das eigenverantwortliche Verhalten der Mitarbeiter sowie das soziale, zwischenmenschliche Verhalten an Bedeutung.

  • Neue Anforderungen:
    Flexibilitätsanforderungen und die steigende Aufgabenkomplexität erfordern eine erhöhte Leistungsbereitschaft und Risikokompetenz der Mitarbeiter. Beides kann sich allerdings nur dann zeigen, wenn das Arbeitssystem den menschlichen Faktor adäquat berücksichtigt.

Die Vorgehensweise zur Förderung sicheren Verhaltens basiert auf einer gründlichen Diagnose der Ist-Situation. Wenn vorhanden, werden hierzu Informationen eines Loss Control Management Systems oder des International Safety Rating System (ISRS) herangezogen, alternativ setzen wir anforderungsgerechte Diagnosetools ein. Auf Grund der Stärken und Schwächen, die sich bei der Diagnose zeigen, können aus den fünf wesentlichen Handlungsfeldern bedarfsgerecht Methoden definiert werden.

Die fünf Handlungsfelder sind:

  • Führung:
    Hier geht es unter anderem darum, als Führungskraft Mitarbeiter so motivieren zu können, dass diese sich entsprechend verhalten. Wichtig sind hierfür bspw. Information und Kommunikation, das Herstellen einer Vertrauenskultur oder auch der richtige Umgang mit Anreizen und Verhaltenskonsequenzen.

  • Personalmanagement:
    In diesem Feld stehen die Personalauswahl und –platzierung im Vordergrund. So lassen sich unterschiedliche Persönlichkeitsprofile mit modernen Methoden diagnostizieren. Diese ermöglichen eine verbesserte Stellenbesetzung in risikoreichen Arbeitsumgebungen. Ein anderes Beispiel ist die Berücksichtigung von sicherheits- und gesundheitsrelevanten Leistungen bei der Personalbeurteilung.

  • Organisation/Arbeitsplatzgestaltung:
    Dies zielt auf die Optimierung der organisatorischen Faktoren für das gewünschte sichere Verhalten. So sind beispielsweise übermäßige Belastungen zu reduzieren oder ergonomische Bedingungen so zu gestalten, dass sie richtiges Verhalten fördern.

  • Gruppenprozesse:
    Die Gestaltung von Gruppenprozessen in Abteilungen oder Teams ist eine weitere Herausforderung. Die Entwicklung adäquater Gruppennormen und die Entwicklung der Kompetenz von Teammitgliedern, mit Gruppendynamik erfolgreich umzugehen, sind von zentraler Bedeutung für das sichere und gesunde Verhalten.

  • Individuelle personale Faktoren:
    Auf der Ebene der Persönlichkeitsentwicklung geht es z.B. um das individuelle Lernen und die Entwicklung zu einer risikokompetenten Persönlichkeit, die in der Lage ist, sich eigenverantwortlich sicher zu verhalten. Wichtig ist hier z.B. die innere Motivation, die in der Wertschätzung von Sicherheit und Gesundheit sowie dem Erleben der Sinnhaftigkeit und der Eigenverantwortlichkeit besteht.

Die verschiedenen Maßnahmen und Methoden, die in diesen Handlungsfeldern zur Verfügung stehen, können bedarfsorientiert miteinander verknüpft werden. Es ist das Ziel, auf allen Ebenen des Handelns und Entscheidens in der Organisation sicheres Verhalten zu etablieren.