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  • Datum: 16 September 2010, 09:00 » 17 September 2010, 16:00
  • Stadt: Dresden
  • Website: BCI-Forum homepage

BCM im Benchmark: Methoden, Vorgehensweise und Ergebnisse bei der Bewertung von Business Continuity Management Systemen

In den letzten Jahren haben sich vielfältige branchenspezifische Möglichkeiten im Business-Continuity-Management (BCM) ergeben. BCM kommt nun nicht mehr nur im IT-Bereich zur Anwendung, sondern wurde auf alle Bereiche eines Unternehmens übertragen. Das Überleben eines Unternehmens und die Wertschöpfung in Krisenzeiten stehen im Vordergrund.
Hierbei wird allerdings deutlich, dass es zu gravierenden Unterschieden, nicht nur innerhalb einer Branche, sondern sogar innerhalb eines Konzerns, in der Qualität des BCM kommen kann. Neben der Forderung des BCM-Lifecycles, der eine Überprüfung auf Funktionalität vorsieht, müssen Unternehmen im Zuge der Wettbewerbsfähigkeit in der Lage sein, ihre Leistungen realistisch einzuschätzen und sich möglichst im Vergleich mit Wettbewerbern oder Schwesterunternehmen sehen.
Das International Sustainability Rating System (ISRS) von Det Norske Veritas (DNV) liefert einen Ansatz um eine wirksame Überprüfung zu gewährleisten. Das Bewertungs-system ist seit 30 Jahren in hunderten namhaften Unternehmen im Einsatz. In den ISRS-Prozessen sind vielfältige normative Anforderungen u.a. aus BS 25999, ISO 27001, OHSAS 18001, ISO 9001 und ISO 14001 eingeflossen.
Um das BCM zu bewerten, kommt der ISRS Prozess „Emergency Prepardness“ zum Tragen. Durch das Assessment wird deutlich, wie „gut“ das überprüfte BCM aufgestellt ist. „Emergency Prepardness“ beinhaltet 14 Subprozesse, die sich z.B. mit der Notfallbedarfsanalyse, Notfallplänen von Standorten, Kommunikation im Ereignisfall. Übungen oder Business Recovery befassen. Auf einer Skala werden dabei Punkte vergeben. Die anschließende Konsolidierung der Ergebnisse erfolgt mit Hilfe eines bewährten Tools.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Implementierung des BCM in bestehende Management-system, die sich anbietet um Synergieeffekte auszuschöpfen und ggf. Bestehende Strukturen zu nutzen.
Ein Vergleich mit anderen Unternehmen kann aufgrund einer Datenbank mit rund 2500 Datensätzen aus allen Branchen vorgenommen werden. Die Ergebnisse, die in verschiedenster Weise ausgewertet und dargestellt werden können, liefern dann Korrekturmaßnahmen und erlauben somit die kontinuierliche Verbesserung des BCMs.
Die Ergebnisse des Benchmarks dienen den Unternehmen sowohl zum internen Vergleich des BCM-Reifegrades, z.B. bei mehreren Standorten oder Werken, als auch im (anonymisierten) Vergleich mit anderen Unternehmen innerhalb einer Branche oder zu best-practise-Ansätzen von branchenfremden Unternehmen.

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