Veröffentlichungen über Bestechung, Veruntreuung, Umweltverschmutzung oder Kinderarbeit zwingen immer mehr Unternehmen dazu, ihr Engagement zunehmend auf eine nachhaltige Entwicklung auszurichten und eine Corporate Responsibility (CR) in ihrer Geschäftsstrategie zu verankern.

Ethisches Verhalten, Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung und offene Kommunikation stehen bei vielen Firmen mittlerweile ganz oben auf der Agenda. "Vor allem auf dem internationalen Markt herrscht Uneinigkeit darüber, welche Maßnahmen zu einer umfassenden CR-Strategie gehören", so der CR-Experte Dr. Ralf Schmackpfeffer bei DNV.
Mit der internationalen Norm ISO 26000 wird ab 2008 ein Leitfaden zur Verfügung stehen, der für mehr gesellschaftliches und soziales Handeln von Unternehmen steht. Die unabhängige Stiftung Det Norske Veritas (DNV) ist Mitglied in der internationalen Arbeitsgruppe ISO 26000 und treibt die Entwicklung der Norm weiter voran.
An diesem Leitfaden sollen sich Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Herkunft orientieren können. Festgelegt wird darin unter anderem, was soziale Verantwortung ausmacht und wie sie im Unternehmen und in der Zuliefererkette umgesetzt werden. Die Norm wird voraussichtlich kein zertifizierbarer Standard und kein Managementsystemstandard, sondern ein freiwilliger Leitfaden. DNV zertifiziert schon heute im Auftrag von Unternehmen CR-Aktivitäten.
Datum: 23 May 2008
