Zum Thema „Minimale Brennstoffkosten bei Containerschiffen – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil“ fand am 21. November 2011 im Madison Hotel der 5. THB-Stammtisch in Zusammenarbeit mit DNV statt. Als Referenten sprachen Jost Bergman, DNV Segment Director Container Ships, und Dr. Uwe Hollenbach, Director Resistance & Propulsion HSVA Hamburg.

Jörg Langkabel, Country Manager DNV Germany, stellte in seiner Begrüßung vor den rund 30 Gästen fest, dass Reedereien durch einen massiven Wettbewerb dazu gezwungen sind, ihre Kosten nachhaltig zu senken. Den mit Abstand wirksamsten Beitrag kann die Reduzierung des Brennstoffverbrauchs sein. „Denn dieser Kostenblock kann bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten der Betriebskosten eines Schiffes ausmachen“, ergänzte Langkabel.
Während Maßnahmen wie das „Slow Steaming“ und die damit einhergehende Brennstoffersparnis ihre Wirkung an der Bestandstonnage entfalten, kann das Ziel die Betriebskosten nachhaltig zu senken, vor allem bei der Projektierung von Schiffsneubauten verankert werden. Darauf wiesen die beiden Referenten in ihren Vorträgen hin. Bergmann stellte in seinen Ausführungen fest, dass die Schifffahrtsbranche zu wirksamen Umweltschutzbeiträgen angehalten sei, weil die Industrie als wichtiger Auftraggeber ihrerseits eine grüne Schifffahrt vorantreibt.
Ein weiteres Thema, das bei den Schiffen der Zukunft ansteht, ist die Frage der zunehmenden Verwendung alternativer Brennstoffe, wie z. B. LNG. Beide Experten räumen diesem neuen Brennstoff vor allem in vergleichsweise kleinen Seegebieten eine schnelle Einführungschance ein,
Die anschließende Diskussion zeigte das Interesse der Gäste aus dem maritimen Bereich am gewählten Thema. Dabei schälte sich auch heraus, dass die Branche an Lösungen für die bereits bestehende Flotte sehr interessiert ist, da es derzeit mehr als 5.000 Containerschiffe in Fahrt gibt.
Datum: 22 November 2011
