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DNV hat den Zuschlag von der flämischen Regierung erhalten, eine Machbarkeitsstudie für die Möglichkeiten der Bebunkerung von Flüssigerdgas (LNG) in den Häfen von Antwerpen, Zeebrügge und Gent in Belgien durchzuführen.

Der Umfang des Auftrages besteht aus einer Marktstudie, einer Risiko- und Sicherheitsanalyse, aus Logistikmodellen sowie einer Festlegung der rechtlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen, die für die Infrastruktur einer LNG-Bebunkerung in den Häfen notwendig sind. Die Gefahrenanalyse und eine quantitative Risikoanalyse sind Schlüsselfaktoren bei der Arbeit von DNV, deren Umfang nicht nur die Menschen im Hafen betrifft, sondern auch das Umfeld und die Umwelt.

"Die flämischen Hafenbehörden sind optimistisch, was das Potenzial für eine sichere und effiziente LNG-Bebunkerung betrifft. Die multidisziplinäre Analyse von DNV wird dazubeitragen, dass die Behörden vertrauensvoll voranschreiten können", so Mohamed Houari, Head of Solutions for Central Europe bei DNV.

Im Vergleich zu Schweröl können mit der Verbrennung von LNG als Treibstoff Schwefeloxid- und Feinstaubemissionen um 100 %, Stickoxid-Emissionen um ca. 90 % sowie CO2-Emissionen um ca. 20 % reduziert werden.

"Die Reeder arbeiten hart daran, die zunehmend strengen Emissionsanforderungen zu erfüllen, die für die Ost- und Nordsee gelten, und auch die Häfen reagieren inzwischen auf die wachsende Beliebtheit von LNG", so Torgeir Sterri, Regional Manager Central Europe bei DNV.

Aktuell sind 22 mit LNG angetriebene Schiffe in Betrieb – alle 22 sind von DNV klassifiziert. Darüber hinaus konnte DNV Verträge für 18 Schiffsneubauten abschließen und bereitet 3 Schiffe für den Umbau auf LNG als Treibstoff vor.

Bis 2020 wird voraussichtlich die Mehrheit der neuen Schiffe mit LNG betrieben, besonders im Kurzstreckenseeverkehr in Emissions-Überwachungsgebieten wie z. B. den belgischen Gewässern. Anzeichen dieses wachsenden Marktes werden in ganz Nordeuropa erkannt. Norwegen gilt bislang als Spitzenreiter, doch letzten Oktober wurden auch Verträge in Brunsbüttel abgeschlossen, wo die LNG-Bebunkerung im Elbehafen angeboten werden soll.

Der aktuelle Vertrag mit der flämischen Regierung in Belgien ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Förderung von LNG als umweltfreundlicher und vorrätiger Treibstoff für Schiffe.

DNV ist an verschiedenen Projekten für LNG-Importterminals in Europa, z. B. das Gate-Terminal in Rotterdam, einer Sicherheitsuntersuchung zum Bunkern von LNG in Deutschland sowie an der 'Machbarkeitsstudie für eine LNG-Tankstelleninfrastruktur und Prüfung der Empfehlungen' beteiligt, die im Oktober 2011 von der dänischen Seeschifffahrtsbehörde veröffentlicht wurde.

Eine Voraussetzung für die umfassende Nutzung von LNG in der weltweiten Schifffahrt ist eine funktionsfähige und standardisierte Infrastruktur für die Bebunkerung des Flüssigerdgases. DNV leitet die ISO-Arbeitsgruppe, die mit der Entwicklung international vereinbarter Richtlinien beauftragt ist.

Datum: 19 January 2012

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