Zum ersten Mal hat DNV sein unabhängiges Modell „Energy Transition Outlook“ auf Deutschland angewendet – unter Berücksichtigung neuester Technologietrends und politischer Entwicklungen.

Der erste Energy Transition Outlook (ETO) Deutschland zeigt, dass die Bundesrepublik auf einem guten Weg ist, bis 2050 fast die Hälfte des Energiebedarfs mit Strom zu decken. Sein Klimaneutralitätsziel bis 2045 wird Deutschland allerdings verfehlen.

DNV geht davon aus, dass das Wachstum der erneuerbaren Energien mit einer deutlichen Steigerung der Energieeffizienz einhergeht. Die Energieintensität der Wirtschaft (Energieverbrauch pro BIP-Einheit) wird sich bis 2050 fast halbieren. Ebenso sinkt der Energieverbrauch pro Kopf um mehr als 50 %.

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist: Die Energiepreise werden keinen Standortnachteil für die Industrie bringen. Energieintensive Branchen benötigen allerdings Unterstützung, um ihre Geschäftsmodelle gezielt auf Energieeffizienz, Elektrifizierung und CO2-Abscheidung (CCS) auszurichten.

Lesen Sie den Energy Transition Outlook Deutschland, um mehr zu erfahren:

Energielandschaft der Zukunft

  • Deutschlands Energiemix wird sich drastisch wandeln: Der Anteil der Energieimporte an der Primärenergieversorgung wird bis 2050 von aktuell 70 % auf 27 % sinken. Dadurch wird Deutschland seine Abhängigkeit von ausländischer Energie deutlich reduzieren. Kohleimporte werden um 99 % fallen, Ölimporte um 79 %.
  • Zudem werden Erdgas und Wasserstoff bis 2050 ähnlich stark nachgefragt werden, wobei ein Drittel des Wasserstoffs in Deutschland produziert wird.

Kohlenstoffemissionen

  • Deutschland macht bei der Umgestaltung seiner Energielandschaft große Fortschritte, doch seine Emissionen wird das Land nicht wie geplant reduzieren können: Der CO2-Ausstoß wird bis 2045 um 89 % sinken und um 95 % bis 2050 (Vergleichsjahr: 1990). Die Politik steht damit vor der Herausforderung, diese verbleibende Lücke zu schließen.

Elektrifizierung

  • Der Studie zufolge wird Deutschland bis 2050 46 % seines Energiebedarfs mit Strom decken – das ist mehr als das Doppelte des heutigen Anteils von 19 %. Dadurch wird die Effizienz des Energiesystems erheblich steigen und der Primärenergieeinsatz im Vergleich zu heute um 33 % sinken.
  • Die Elektrifizierung wird durch sinkende Kosten für neue Technologien wie Energiespeicher und Wärmepumpen sowie politische Maßnahmen wie den CO2-Preis vorangetrieben. Die Stromerzeugungskapazität wird sich bis 2050 auf 1.000 TWh verdoppeln – 90 % davon werden aus erneuerbaren Energien stammen.

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