DNV berät TotalEnergies beim Verkauf eines deutschen 800‑MW‑Batteriespeicherportfolios an Allianz Global Investors
Die Transaktion zählt zu den größten Batteriespeicher-Deals in Deutschland.
DNV, der unabhängige Energieexperte für Risikomanagement und Sicherheit, hat TotalEnergies als technischer Berater beim Verkauf eines 50‑prozentigen Anteils an einem 800‑MW‑Portfolio von Batteriespeicherprojekten in Deutschland an Allianz Global Investors (AllianzGI) unterstützt. Das Portfolio umfasst elf Projekte im Bau mit einer Gesamtleistung von 789 MW / 1.628 MWh und soll bis 2028 in Betrieb gehen.
Die Transaktion bewertet das Portfolio mit rund 500 Millionen Euro und zählt damit zu den größten Batteriespeicher-Deals in Deutschland. Die Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zu mehr Flexibilität im deutschen Stromsystem, unterstützen die Integration erneuerbarer Energien, reduzieren Netzengpässe und fördern die Ziele der Energiewende.
"Diese Transaktion verdeutlicht den Stellenwert unabhängiger technischer Expertise bei großvolumigen Transaktionen im Bereich Energieinfrastruktur", sagt Prajeev Rasiah, Senior Vice President und Regional Director Northern Europe, Energy Systems bei DNV. "Bei einem Portfolio dieser Größe und Komplexität benötigen Investoren ein hohes Maß an Vertrauen in Technologie, Baukonzepte und erwartete Umsätze. Unsere Fähigkeit, eine umfassende und termingerechte Vendor Due Diligence durchzuführen und Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachdisziplinen zu koordinieren, hat dieses Vertrauen geschaffen und zu einem reibungslosen Transaktionsprozess beigetragen."
Der Leistungsumfang von DNV umfasste eine weitreichende technische Due Diligence des aus elf Projekten bestehenden Portfolios. Dazu zählen unter anderem die Standorte Weingarten (100 MW / 203 MWh), Mehringen (147 MW / 296 MWh) und Husum (147 MW / 296 MWh). Die Umsetzung erforderte die enge Zusammenarbeit eines standortübergreifenden Expertenteams von DNV – von der Technologieanalyse über die Bewertung der Bauausführung bis hin zur Prüfung der Netzanschlüsse. Die Arbeiten wurden innerhalb eines engen Zeitrahmens durchgeführt, um den Zeitplan der Transaktion einzuhalten.
"Die Due Diligence von Batteriespeicherprojekten erfordert ein detailliertes Verständnis des Zusammenspiels von Technologieentscheidungen, Bauzeitplänen und vertraglicher Risikoverteilung an jedem einzelnen Standort", ergänzt Iqbal Ahmad Sarabi, Senior Energy Storage Engineer und Projektleiter bei DNV. "In diesem Portfolio haben wir projektspezifische Faktoren wie Netzanschluss, Systemdesign und Betriebsperformance bewertet und zugleich eine konsistente Analyse über alle elf Projekte hinweg sichergestellt. Dieser Ansatz ist entscheidend, um Investoren ein belastbares Bild von Performance und Risiken zu vermitteln."
Batteriespeicher sind ein zentraler Baustein der deutschen Energiewende. Mit dem Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2050 auf 98 Prozent zu erhöhen (DNV Energy Transition Outlook Germany 2050), liefern Speicher die notwendige Flexibilität, um Angebot und Nachfrage auszugleichen, das Stromnetz zu stabilisieren und eine sichere Versorgung zu gewährleisten. Im Rahmen des neuen Joint Ventures werden TotalEnergies und AllianzGI die Projekte gemeinsam finanzieren, errichten und betreiben und so zur langfristigen Stabilität und Resilienz des deutschen Stromnetzes auf dem Weg in eine dekarbonisierte Zukunft beitragen.