DNV unterstützt technische Due Diligence bei Transaktion für Ladeinfrastruktur in den Niederlanden
DNV hat Aberdeen Investments und DigitalBridge bei der Übernahme von Equans Infra & Mobility B.V. mit einer technischen Due Diligence unterstützt. Das Unternehmen betreibt in den Niederlanden Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.
Die im Mai 2026 angekündigte Transaktion überführt die E-Mobilitätsaktivitäten von Equans in ein neues Unternehmen unter der Kontrolle von Aberdeen Investments und DigitalBridge. Künftig tritt die Plattform unter dem Namen Velian auf. Sie soll den Ausbau einer zuverlässigen und skalierbaren Ladeinfrastruktur für öffentliche, gewerbliche und logistische Anwendungen in den Niederlanden vorantreiben.
Die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge gewinnt für Infrastrukturinvestoren zunehmend an Bedeutung. Entsprechend spielt die technische Due Diligence bei Investitionsentscheidungen eine immer wichtigere Rolle. Investoren wollen genauer verstehen, wie leistungsfähig und zukunftsfähig Ladeplattformen sind – von der Hardware und Software bis hin zur Netzanbindung und dem Betrieb.
DNV bewertete die Plattform unabhängig in mehreren technischen Bereichen. Dazu gehörten die Ladehardware, der Anlagenzustand, Software- und Datensysteme, die Netzanschlüsse, Betriebs- und Wartungsstrategien, organisatorische Fähigkeiten, ESG-Aspekte, Cybersicherheitsrisiken sowie technische Aspekte kommerzieller Vereinbarungen.
Ein Schwerpunkt der Analyse war das Zusammenspiel von Technik und Verträgen. DNV untersuchte unter anderem, wie Eigentumsverhältnisse, Betriebsverantwortung, Wartungspflichten und Leistungsanforderungen vertraglich geregelt sind und welchen Einfluss dies auf Risiken und die künftige Skalierung der Plattform hat.
Jasjeet Singh, Project Sponsor und Technical Advisor, Energy Systems bei DNV, sagte: „Da Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zunehmend Investitionen aus dem Mainstream-Markt anzieht, suchen Investoren nach einem tieferen technischen Verständnis dafür, wie Ladeinfrastruktur in bestehende Netzwerke integriert ist und wie sich diese Komplexität in Verträgen und operativen Verantwortlichkeiten widerspiegelt. Die Rolle von DNV bestand darin, eine unabhängige Bewertung der Ladeplattform vorzunehmen und Investoren dabei zu unterstützen, wesentliche technische Risiken, operative Aspekte und potenzielle Chancen der Anlage besser zu verstehen.“
Die Analyse zeigte sowohl Chancen als auch Risiken für die Investition. Im Fokus standen dabei das Zusammenspiel von Ladeinfrastruktur, Software, Stromnetz und Betrieb. Diese Schnittstellen werden immer wichtiger, da Ladenetzwerke längst nicht mehr nur aufgebaut, sondern dauerhaft betrieben und weiterentwickelt werden müssen.
Hari Vamadevan, Senior Vice President und Regional Director, UK und Irland, Energy Systems bei DNV, sagte: „Diese Transaktion verdeutlicht die wachsende Bedeutung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im Rahmen der Energiewende. Für Investoren stellt sich heute nicht mehr nur die Frage, ob Anlagen errichtet wurden, sondern ob die Plattform technisch belastbar, cybersicher und in der Lage ist, in einem begrenzten und sich weiterentwickelnden Energiesystem zu skalieren.“
Die Übernahme zeigt, dass Investoren der Dekarbonisierung des Verkehrssektors zunehmend Bedeutung beimessen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Im Energy Transition Outlook 2025 prognostiziert DNV, dass der EV-Markt in den 2030er-Jahren deutlich wächst. Bis 2032 könnten Elektrofahrzeuge bereits die Hälfte aller weltweiten Pkw-Neuzulassungen ausmachen.