ISO 45003-Norm: Leitlinien für psychische Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
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Managen Sie psychosoziale Risiken, um arbeitsbedingte Verletzungen und Gesundheitsbeeinträchtigungen zu verhindern und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu fördern.
ISO 45003-Norm: Leitlinien für psychische Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
ISO 45003 bietet Leitlinien für das Management psychosozialer Risiken innerhalb eines Arbeitsschutzmanagementsystems auf der Grundlage von ISO 45001. Sie bietet einen strukturierten Rahmen für die Planung, Umsetzung, Überprüfung, Bewertung und Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Die Pandemie hat dazu beigetragen, das Wohlbefinden der Mitarbeiter höher auf die Agenda der Arbeitgeber zu rücken, darunter auch die Bekämpfung von Isolation, Stress, Burnout und Depressionen.
Das Management der psychischen Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz trägt zu weniger Störungen, geringerer Fehlzeit und einer beständigeren Fähigkeit bei, betriebliche Ziele zu erreichen.
Was ist die ISO 45003?
Die Norm ISO 45003 gilt für Organisationen jeder Größe und in jedem Sektor und bietet Leitlinien für das Management psychosozialer Risiken. Sie ist für die Anwendung innerhalb eines Arbeitsschutzmanagementsystems auf Basis von ISO 45001 konzipiert. Die Norm bietet Organisationen einen strukturierten Ansatz zur Identifizierung, Bewertung und Bewältigung von Faktoren, die die psychische Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz beeinflussen können.
ISO 45003 hilft Ihnen dabei:
- die ISO 45001 zu stärken, indem psychosoziale Risiken wie Stress und Burnout systematisch angegangen werden,
- das Wohlbefinden und das Engagement der Mitarbeiter zu verbessern, indem ein positiveres und unterstützendes Arbeitsumfeld geschaffen wird,
- die Produktivität und Leistung durch gesündere, engagiertere Mitarbeiter zu steigern,
- die Personalbeschaffung, Mitarbeiterbindung und Diversität zu verbessern, indem Sie Ihr Engagement für das Wohlbefinden der Mitarbeiter unter Beweis stellen,
- Fehlzeiten und gesundheitliche Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit Stress, Angstzuständen und Burnout zu verhindern,
- gesetzliche Vorschriften einzuhalten und die allgemeine Gesundheits- und Sicherheitsführung zu stärken sowie
- Vertrauen zu schaffen und den Ruf des Unternehmens zu stärken.
ISO 45003 ist eine nicht zertifizierbare Leitlinie, die auf der harmonisierten Struktur der ISO basiert. Diese Angleichung erleichtert die Integration mit anderen ISO-Managementsystemnormen, wie beispielsweise ISO 9001 für Qualität und ISO 14001 für Umweltmanagement.
Vorteile einer ISO 45003-Bewertung
Als Leitlinie ist die ISO 45003 nicht zertifizierbar. Die Übereinstimmung mit den Grundsätzen der ISO 45003 kann jedoch von einer unabhängigen dritten Partei wie DNV im Rahmen Ihres Zertifizierungsaudits für das Arbeitsschutzmanagementsystem nach ISO 45001 bewertet werden. Dies zeigt, dass Ihre Organisation einen strukturierten Ansatz für das Management psychosozialer Risiken verfolgt und anerkannte bewährte Verfahren in ihr bestehendes Arbeitsschutzmanagementsystem integriert hat.
Dadurch erhalten Sie:
- eine unabhängige Bestätigung, dass psychosoziale Risiken im Rahmen des ISO 45001-Systems gemanagt werden,
- eine Stärkung Ihrer Glaubwürdigkeit gegenüber Kunden, Aufsichtsbehörden und Interessengruppen,
- den Nachweis Ihres Engagements für das Management der psychischen Sicherheit und Gesundheit Ihrer Mitarbeiter sowie
- eine Förderung fortlaufender Verbesserungen durch strukturierte externe Bewertungen.
Kunden
Zertifikate
Geschulte Personen pro Jahr
Länder
So lassen Sie sich nach ISO 45003 bewerten
Um sich einer Bewertung zu unterziehen, müssen Sie die Norm ISO 45003 im Rahmen Ihres nach ISO 45001 konformen Arbeitsschutzmanagementsystems anwenden. Selbstverständlich können Sie die ISO 45003 auch als eigenständige Leitlinie ohne Bewertung anwenden. Unabhängig von Ihrem Ansatz sollten Sie sich zunächst mit der Norm vertraut machen und klare Ziele festlegen. Als akkreditierte unabhängige Zertifizierungsstelle steht Ihnen DNV zur Seite – von der Ermittlung des Schulungsbedarfs bis hin zur Überprüfung der Konformität mittels Gap-Analyse.
Als DNV-Kunde erhalten Sie außerdem Zugang zu einer Reihe von Tools, die Ihnen helfen können, die Konformität sicherzustellen, sich kontinuierlich zu verbessern und Ihren gesamten Zertifizierungsprozess mit uns zu verwalten.
Erste Schritte zur Zertifizierung
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Beziehen Sie die Norm:
Besorgen Sie sich eine lizenzierte Kopie der entsprechenden Norm und machen Sie sich mit den Anforderungen vertraut, um zu entscheiden, ob eine Zertifizierung/Registrierung nach dieser Norm für Ihr Unternehmen sinnvoll ist.
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Sehen Sie sich verfügbare Literatur an und nutzen Sie digitale Tools:
Informieren Sie sich über die verfügbare Literatur, Leitfäden der Normenverlage (z. B. ISO/TS 9002 für ISO 9001, ISO 14004 für ISO 14001) sowie digitale Quellen und Tools, die bei der Umsetzung helfen können. Beachten Sie, dass Sie als DNV-Kunde Zugang zu maßgeschneiderten Tools erhalten, die Sie unterstützen können.
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Stellen Sie ein Team zusammen und legen Sie die Strategie fest:
Die Einführung eines Managementsystems sollte eine strategische Entscheidung für die gesamte Organisation sein. Die Geschäftsleitung muss in die Entscheidung einbezogen werden, sich dazu verpflichten und an der Gestaltung des Systems mitwirken. Sie legt die Geschäftsstrategie fest, die das Managementsystem unterstützen soll. Darüber hinaus benötigen Sie ein engagiertes Team, um Ihr Managementsystem zu entwickeln und umzusetzen.
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Kompetenzbedarf ermitteln:
Zunächst benötigt Ihr Team, das das Managementsystem einführt und aufrechterhält, ein umfassendes Verständnis der gewählten Normen. Zu einem späteren Zeitpunkt sind dann Sensibilisierungsschulungen für die gesamte Organisation notwendig. DNV bietet weltweit eine Vielzahl von öffentlichen und internen Kursen an, die Ihren Schulungsbedarf auf allen Ebenen Ihrer Organisation abdecken.
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Prüfen Sie die Optionen für Berater:
Unabhängige Berater können Sie bei der Entwicklung eines praktikablen, realistischen und kosteneffizienten Strategieplans für die Umsetzung beraten, falls Sie diese Kompetenz oder Kapazität noch nicht besitzen.
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Entwickeln Sie die Dokumentation des Managementsystems:
Entscheiden Sie sich für eine geeignete Plattform für Ihre dokumentierten Informationen (z. B. software-, prozessabbild- oder SharePoint-basiert). Die richtige Plattform ist wichtig, um ein effektives Management, eine effektive Kommunikation und eine effektive Umsetzung sicherzustellen.
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Prozesse festlegen, verwalten und dokumentieren:
Identifizieren Sie zunächst die Schlüsselprozesse – was sie sind, wie sie funktionieren und wie sie zusammenwirken. Jeder Prozess sollte einen klaren Zweck, definierte Verantwortlichkeiten und erwartete Ergebnisse haben. Der Umfang der erforderlichen dokumentierten Informationen hängt von der Größe und Komplexität der Organisation sowie der Bedeutung der einzelnen Prozesse ab. Es ist jedoch wichtig, dass alle relevanten Prozesse und andere dokumentierte Informationen enthalten sind, die zur Erreichung der beabsichtigten Ergebnisse und zur Einhaltung der Anforderungen der gewählten Norm erforderlich sind.
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Managementsystem implementieren:
Klare Kommunikation und die erforderlichen Kompetenzschulungen sind wesentliche Elemente. Während der Implementierungsphase stellen Sie sicher, dass Ihre Organisation gemäß den definierten und dokumentierten Prozessen arbeitet. Sobald dies gelungen ist, können Sie die Konformität und Wirksamkeit des Systems nachweisen.
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Wählen Sie eine Zertifizierungsstelle/zugelassene Stelle:
Die Wahl der richtigen Zertifizierungsstelle kann während des gesamten Zertifizierungsprozesses entscheidend sein. DNV bietet einen vertrauensvollen partnerschaftlichen Ansatz, risikobasiertes Auditieren und eine Reihe kostenloser digitaler Tools, die Ihnen helfen, Ihren Zertifizierungsprozess vor, während und nach dem Audit zu verwalten.
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Ziehen Sie eine Gap-Analyse vor dem Audit in Betracht:
Lassen Sie eine vorläufige Bewertung durch Ihre Zertifizierungsstelle durchführen, um Nichtkonformitäten zu identifizieren und zu beheben, bevor Sie den offiziellen Zertifizierungsprozess beginnen. Ziel ist es, Bereiche mit Nichtkonformitäten oder Schwachstellen zu identifizieren, damit Sie diese beheben können, bevor Sie mit dem offiziellen Zertifizierungsprozess beginnen.
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FAQ
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ISO 45003 ist eine internationale Leitlinie, die Organisationen dabei unterstützt, psychosoziale Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu managen. Sie bietet praktische Anleitungen zur Schaffung von Arbeitsbedingungen, die die psychische Gesundheit und Sicherheit schützen, das Wohlbefinden stärken und Risiken im Zusammenhang mit Stress, Arbeitsbelastung, Führung und Unternehmenskultur reduzieren. Die Norm ISO 45003 ist für die Anwendung innerhalb eines ISO 45001-konformen Arbeitsschutzmanagementsystems konzipiert.
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ISO 45001 ist die zertifizierbare Norm für Arbeitsschutzmanagementsysteme. ISO 45003 ist eine nicht zertifizierbare Norm, die spezifische Leitlinien für das Management psychosozialer Risiken und die Förderung der psychischen Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz bietet. ISO 45003 ist für die Anwendung innerhalb eines ISO 45001-konformen Managementsystems konzipiert.
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Psychische Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz beziehen sich auf die Schaffung von Arbeitsbedingungen, die Schäden an der psychischen Gesundheit verhindern, indem Faktoren wie Arbeitsbelastung, Rollenklarheit, Führung, soziale Unterstützung und organisatorische Veränderungen gesteuert werden.
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